Kurz vorweg: Das sind Orientierungswerte, keine versteckte Preisliste. Die Preisbereiche in diesem Ratgeber zeigen, wie wir vergleichbare Projekte bei E-WOLA im September 2026 typischerweise einordnen. Den exakten Projektpreis eines Kunden veröffentlichen wir natürlich nicht. Entscheidend sind immer Umfang, Inhalte, Funktionen und Ziel der Website.
„Was kostet eine Website?“ – wahrscheinlich die häufigste Frage in unseren Erstgesprächen
Wenn ich in einem Erstgespräch gefragt werde: „Wolfi, was kostet uns eine Website?“, könnte ich natürlich mit dem Klassiker antworten: „Kommt darauf an.“ Das wäre sogar korrekt – nur leider ungefähr so hilfreich wie die Antwort „irgendwo zwischen Augsburg und dem Internet“.
Nach mehr als 300 umgesetzten Projekten im E-WOLA-Team können wir eine neue Anfrage aber meistens recht schnell einer realistischen Budgetklasse zuordnen. Dafür muss ich nicht zuerst wissen, ob Ihnen die Überschrift in 44 oder 48 Pixeln gefällt. Ich muss vor allem verstehen, was die Website für Ihr Unternehmen tun soll.
Als Webdesign Agentur in Augsburg arbeiten wir mit sehr unterschiedlichen Unternehmen: lokale Dienstleister, Handwerksbetriebe, Coaches, Shops und etablierte Firmen. Und genau deshalb ist die Preisspanne so groß. Ein kompakter Onepager, der einen einzigen nächsten Schritt verkauft, ist ein anderes Projekt als eine Website mit mehreren Leistungsseiten, Referenzsystem, Rechner, Shop oder individuellen Schnittstellen.
In diesem Artikel zeige ich deshalb nicht nur Zahlen. Ich zeige Ihnen, wodurch diese Zahlen entstehen, welche Budgets bei uns für welche Projektarten realistisch sind und an welchen echten E-WOLA-Projekten man den Unterschied gut erkennt. So können Sie am Ende deutlich besser einschätzen, was Ihre eigene Website ungefähr kosten dürfte.
Die kurze Antwort: Mit welchem Budget sollten Sie 2026 rechnen?
Wenn Sie gerade Angebote vergleichen und eigentlich nur eine schnelle Orientierung brauchen, kommt hier zuerst die kompakte Version. Die Preise verstehen sich als typische E-WOLA-Budgetklassen für vergleichbare Projekte – nicht als pauschales Versprechen für jedes denkbare Projekt.
| Projektart | Typischer Budgetrahmen | Wofür das meist passt |
|---|---|---|
| Landingpage | ca. 500–800 € | Eine klare Kampagne, ein Angebot, ein Conversion-Ziel |
| Professioneller Onepager | ca. 700–1.000 € | Komplette kompakte Firmenpräsenz auf einer Seite |
| Kleine Unternehmenswebsite | ca. 1.000–1.500 € | Mehrere Kernseiten für Leistungen, Über uns, Kontakt etc. |
| Umfangreichere Unternehmenswebsite | ca. 1.500–2.500 € | Mehrere Leistungsseiten, Referenzen, zusätzliche Funktionen |
| Komplexeres Projekt | ab ca. 2.500 € | Sonderfunktionen, Integrationen, viele Inhaltstypen oder besondere Logik |
| Onlineshop | individuell | Produkte, Varianten, Zahlung, Versand, Shop-Prozesse und WooCommerce |
Die wichtigste Zeile in dieser Tabelle ist für mich nicht der Preis, sondern der Projektumfang. Eine einzelne Seite kann technisch anspruchsvoller sein als fünf einfache Unterseiten. Umgekehrt muss eine Website mit zehn Seiten nicht automatisch teuer werden, wenn Aufbau, Inhalte und Funktionen klar standardisierbar sind.

Landingpage, Onepager, Unternehmenswebsite – wo liegt eigentlich der Unterschied?
Diese Begriffe werden im Alltag gern durcheinandergeworfen. Für die Kalkulation ist die Unterscheidung aber sinnvoll. Eine Landingpage hat normalerweise ein sehr klares Ziel: Termin buchen, Angebot anfragen, Produkt vorstellen oder eine Kampagne abschließen. Sie muss nicht das gesamte Unternehmen erklären.
Ein professioneller Onepager ist ebenfalls eine einzelne Seite, kann aber die komplette kleine Unternehmenspräsenz abbilden: Einstieg, Leistungen, Vertrauen, Team, Preise, Ablauf, FAQ und Kontakt. Eine klassische Unternehmenswebsite verteilt diese Inhalte auf mehrere URLs – zum Beispiel eigene Seiten für Leistungen, Referenzen und Unternehmen.
Warum ist das relevant? Weil die Zahl „eine Seite“ nichts darüber sagt, wie viel Konzept, Text, Design, Entwicklung oder Interaktion darin steckt. Und genau das sieht man an einem unserer Projekte sehr schön.
Beispiel 1: VIVA ALESSA – ein Onepager kann mehr sein als „nur eine Seite“
Für VIVA ALESSA by Selma in Königsbrunn haben wir eine One-Page-Website umgesetzt. Auf dem Papier klingt das erst einmal überschaubar. In der Praxis musste diese eine Seite aber ziemlich viele Aufgaben gleichzeitig lösen: Vertrauen für einen neu eröffneten Premium-Salon aufbauen, das Team persönlich zeigen, Preise transparent machen, Leistungen erklären und Interessenten niedrigschwellig zur Beratung führen.
Dazu kam ein interaktives Farb-Quiz mit fünf Fragen. Für Nutzer ist das eine kleine, spielerische Funktion. Für uns bedeutet es trotzdem: Logik planen, Zustände gestalten, mobile Darstellung prüfen, Texte abstimmen und sicherstellen, dass die Funktion nicht nur hübsch aussieht, sondern sinnvoll in den Beratungsprozess führt.
Genau deshalb würde ich einen Onepager nie einfach nach „eine Seite = billig“ kalkulieren. Bei E-WOLA liegen professionelle Onepager typischerweise etwa zwischen 700 und 1.000 Euro, wenn Umfang und Funktionen in diesem Rahmen bleiben. Eine sehr reduzierte Landingpage mit einem einzigen Ziel kann darunter liegen; zusätzliche Interaktionen oder viel Content können den Aufwand erhöhen.

Beispiel 2: DS Audio – wenn aus „einer Firmenwebsite“ ein richtiges Inhaltssystem wird
Ein anderes gutes Beispiel ist DS Audio aus Königsbrunn. Auch hier könnte ein Kunde im ersten Gespräch einfach sagen: „Wir brauchen eine neue Firmenwebsite.“ Der Satz klingt fast genauso wie beim Onepager. Der tatsächliche Scope ist aber völlig anders.
Bei der DS Audio Website haben wir sieben eigenständige Leistungsseiten aufgebaut. Dazu kommt eine Referenzsammlung mit 38 Fahrzeugprojekten, jeweils mit eigener Detailseite, die das Team später selbst erweitern kann. Außerdem gibt es eine interaktive Firmen-Timeline, FAQ, mobile Sticky-Navigation und kurze Wege zur Beratung.
Damit steigt nicht einfach nur die Zahl der Seiten. Es entstehen unterschiedliche Seitentypen, wiederverwendbare Strukturen, Navigation, Verknüpfungen, Content-Pflege und mehr Qualitätssicherung. Und wenn eine Referenzsammlung später vom Kunden selbst gepflegt werden soll, müssen wir beim Aufbau auch an die Bedienbarkeit hinter den Kulissen denken.
Den konkreten Projektpreis von DS Audio veröffentlichen wir nicht. Ein vergleichbares Projekt würden wir heute typischerweise in der Kategorie „umfangreichere Unternehmenswebsite“ einordnen – grob etwa 1.500 bis 2.500 Euro, abhängig davon, wie viele Inhalte bereits vorbereitet sind und welche Funktionen tatsächlich benötigt werden.
Das ist übrigens ein Punkt, der in Preisvergleichen oft verloren geht: Zwei Angebote können beide „Website mit zehn Seiten“ heißen und trotzdem völlig unterschiedliche Leistungen enthalten.

Der Preis steigt selten nur wegen „schönerem Design“
Natürlich kostet individuelles Design Zeit. Aber in unseren Projekten sind es meistens andere Dinge, die den Aufwand stärker verändern. Wenn ich ein neues Projekt kalkuliere, schaue ich deshalb nicht zuerst auf die gewünschte Farbe oder darauf, ob die Website besonders „modern“ wirken soll. Ich schaue auf die Aufgaben, die sie erfüllen muss.
1. Anzahl und Art der Inhalte
Fünf einfache Seiten mit ähnlichem Aufbau lassen sich effizient umsetzen. Fünf komplett unterschiedliche Leistungsseiten mit eigener Struktur, eigenen Argumenten, Referenzen, FAQs und individuellen Call-to-Actions sind etwas anderes. Auch 30 Referenzprojekte sind nicht einfach „30 Bilder hochladen“, wenn daraus ein sinnvoll filterbarer oder pflegbarer Bereich werden soll.
2. Wer liefert Texte, Bilder und Struktur?
Ein unterschätzter Kostenfaktor ist Content. Wenn ein Kunde fertige, brauchbare Texte, Bildmaterial und klare Leistungen mitbringt, können wir schneller starten. Wenn wir zunächst aus Notizen, alten PDFs und drei WhatsApp-Nachrichten eine klare Seitenstruktur entwickeln müssen, ist das wertvolle Arbeit – aber eben zusätzliche Arbeit.
Das bedeutet nicht, dass Sie vor Projektstart perfekte Texte schreiben müssen. Im Gegenteil: Viele Kunden brauchen gerade dabei Unterstützung. Wichtig ist nur, dass im Angebot klar steht, wer für Strategie, Text, Bilder und Überarbeitung verantwortlich ist.
3. Funktionen: Der kleine Button, der plötzlich ziemlich viel kann
Bei Elektrotechnik Westfal haben wir zum Beispiel einen interaktiven Photovoltaik-Sparrechner eingebaut. Nutzer können Verbrauch, Strompreis, Anlagengröße und Speicher-Option einstellen und bekommen eine Berechnung zur möglichen Ersparnis. Für den Besucher sind es ein paar Regler. Für die Umsetzung stecken dahinter Logik, Darstellung, Eingabegrenzen, mobile Tests und Abstimmung.
Ähnlich ist es bei Buchungssystemen, Foto-Uploads, Produktfiltern, Mehrsprachigkeit, CRM-Anbindungen oder individuellen Formularen. Eine einzige sinnvolle Funktion kann mehr Entwicklungszeit benötigen als mehrere normale Inhaltsseiten. Das ist weder gut noch schlecht – sie sollte nur einen echten Zweck erfüllen.

4. SEO: Grundoptimierung oder echte Wachstumsstrategie?
Bei einer neuen E-WOLA-Website achten wir auf die technischen Grundlagen: saubere URL-Struktur, mobile Darstellung, Performance, sinnvolle Meta-Daten und eine nachvollziehbare Seitenarchitektur. Das ist etwas anderes als eine vollständige laufende SEO-Strategie mit Keyword-Recherche, Content-Clustern, zusätzlichen Landingpages, Search-Console-Auswertung und monatlicher Weiterentwicklung.
Wenn Sie Angebote vergleichen, fragen Sie deshalb nicht nur: „Ist SEO inklusive?“ Fragen Sie: „Was genau ist mit SEO gemeint?“ Dieses eine Wort kann in zwei Angeboten völlig unterschiedliche Leistungsumfänge beschreiben.
5. Integrationen, Shop und Schnittstellen
Bei einem normalen Kontaktformular ist der Aufwand überschaubar. Bei einem WooCommerce Onlineshop kommen Produktstruktur, Varianten, Warenkorb, Zahlung, Versand, E-Mails, Steuern, rechtliche Elemente und häufig weitere Integrationen dazu. Deshalb kalkulieren wir Shops individuell statt sie in eine pauschale 1.500-Euro-Schublade zu drücken.
6. Abstimmung und Entscheidungsgeschwindigkeit
Ein Faktor, über den selten gesprochen wird: Wer entscheidet? Ein inhabergeführter Betrieb mit einer klaren Ansprechpartnerin kann sehr schnell Feedback geben. Wenn fünf Personen jeden Text, jedes Bild und jeden Button einzeln freigeben müssen, entsteht mehr Projektmanagement. Das ist bei größeren Unternehmen normal – sollte aber bei Zeit und Budget berücksichtigt werden.

Was bekommt man bei E-WOLA ungefähr für 500, 1.000 oder 2.000 Euro?
Budgets sind einfacher zu verstehen, wenn man sie nicht nur als Zahl sieht. Deshalb ordne ich unsere typischen Bereiche lieber danach, welches Problem damit sinnvoll gelöst werden kann.
Ca. 500–800 Euro: fokussierte Landingpage
Das passt gut, wenn Sie ein konkretes Angebot erklären und Nutzer zu genau einer Handlung führen möchten – zum Beispiel Anfrage, Termin oder Rückruf. Eine Landingpage muss nicht Ihr gesamtes Unternehmen erzählen. Gerade für neue Angebote oder Kampagnen ist weniger oft mehr.
Ca. 700–1.000 Euro: professioneller Onepager
Hier kann eine komplette kleine Firmenpräsenz auf einer Seite sinnvoll abgebildet werden: Positionierung, Leistungen, Vertrauen, Ablauf, Team, FAQ und Kontakt. Entscheidend ist, dass die Seite trotzdem eine klare Reihenfolge hat und nicht wie zehn Unterseiten aussieht, die zufällig untereinander geklebt wurden.
Ca. 1.000–1.500 Euro: kleine Unternehmenswebsite
In diesem Bereich sprechen wir typischerweise über mehrere Kernseiten. Das kann zum Beispiel eine Startseite, Leistungsübersicht, Über-uns-Seite, Kontakt und ein bis zwei wichtige Leistungsseiten sein. Für viele lokale Unternehmen ist das bereits vollkommen ausreichend, wenn Struktur, Inhalte und Conversion sauber geplant sind.
Ca. 1.500–2.500 Euro: umfangreichere Unternehmenswebsite
Mehrere eigenständige Leistungen, umfangreichere Referenzen, zusätzliche Seitentypen oder besondere Funktionen bringen Projekte häufig in diesen Bereich. Hier geht es oft nicht mehr nur um „eine schöne Website“, sondern um ein System, das verschiedene Fragen und Suchintentionen der Zielgruppe beantwortet.
Ab ca. 2.500 Euro: individuelle oder komplexere Anforderungen
Ab hier wird eine pauschale Beschreibung schwierig – und genau deshalb beginnt diese Kategorie mit „ab“. Mehrsprachigkeit, individuelle Rechner, externe Schnittstellen, komplexe Datenstrukturen oder sehr umfangreiche Content-Bereiche können den Aufwand deutlich verändern.
Und noch einmal: Ich würde nie empfehlen, ein Budget allein nach der Seitenanzahl auszuwählen. Eine einzige Seite mit einem anspruchsvollen Rechner kann mehr Arbeit sein als fünf einfache Informationsseiten.
Was kostet eine Website mit 10 Seiten?
Die Frage taucht erstaunlich oft auf – vermutlich, weil zehn Seiten schön konkret klingen. Meine Antwort ist: Bei E-WOLA würde eine typische Unternehmenswebsite mit ungefähr zehn überschaubaren Seiten häufig im Bereich von etwa 1.500 bis 2.500 Euro liegen. Aber nur, wenn wir wirklich über zehn normale Inhaltsseiten sprechen.
Stellen Sie sich zwei Websites vor. Website A hat zehn Seiten, die alle nach einem klaren System aufgebaut sind: Startseite, Über uns, Kontakt und sieben Leistungen. Website B hat ebenfalls zehn Seiten, aber zusätzlich individuellen Rechner, Terminbuchung, Mitgliederbereich, mehrsprachige Inhalte und mehrere spezielle Formulare. Die Seitenzahl ist identisch. Das Projekt ist es nicht.
Wenn Sie ein Angebot für eine 10-Seiten-Website einholen, lassen Sie deshalb nicht nur „10 Seiten“ aufschreiben. Lassen Sie definieren, welche Seitentypen, Funktionen, Texte, Revisionen und technischen Leistungen tatsächlich enthalten sind.
Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?
Viele Interessenten wollen zuerst den Stundensatz wissen. Ich verstehe das: Eine Zahl pro Stunde wirkt vergleichbar. In der Praxis sagt sie über den Endpreis aber erstaunlich wenig aus.
Ein erfahrener Entwickler kann eine Aufgabe in zwei Stunden lösen, für die jemand anderes sechs Stunden braucht. Ein höherer Stundensatz kann also am Ende günstiger sein. Dazu kommt: Bei einer Agentur stecken häufig Projektmanagement, Design, Entwicklung und Qualitätssicherung in einem Projekt – nicht nur die Zeit einer einzelnen Person.
Bei E-WOLA versuchen wir deshalb, klar definierte Website-Projekte nach Umfang zu kalkulieren und dem Kunden vorher zu sagen, welche Leistung er für welches Budget bekommt. Eine Stundenabrechnung ist sinnvoller bei offenen Aufgaben, laufender Weiterentwicklung oder Änderungen, deren Umfang vorher noch nicht seriös feststeht.
Mein Rat beim Angebotsvergleich
Vergleichen Sie nicht nur den Stundensatz. Vergleichen Sie Scope, Ergebnis, Verantwortlichkeiten und das, was nach dem Launch wirklich nutzbar übergeben wird.
Einmal bezahlt – fertig? Welche laufenden Website-Kosten kommen danach?
Eine Website ist kein Mietwagen, der nach dem Launch automatisch jeden Monat einen großen Agenturbetrag verschlingt. Ganz ohne laufende Kosten geht es aber ebenfalls nicht. Mindestens Domain und Hosting müssen irgendwo betrieben werden. Bei WordPress können je nach Setup zusätzlich Premium-Lizenzen anfallen.
Ich trenne laufende Kosten gern in drei Gruppen: Pflicht, sinnvoll und Wachstum. Pflicht sind Domain und Hosting. Sinnvoll können Wartung, Updates, Backups und Sicherheitskontrollen sein – besonders wenn Sie sich selbst nicht darum kümmern möchten. Wachstum sind Dinge wie laufendes SEO, neue Landingpages, Conversion-Optimierung, Kampagnen oder regelmäßige Content-Produktion.
Für eine einfache Website liegen die reinen technischen Basisbetriebskosten oft nur im niedrigen zweistelligen Monatsbereich, je nach Hosting, Domain und eingesetzten Lizenzen. Eine laufende Betreuung oder SEO-Arbeit ist davon getrennt und hängt vom gewünschten Serviceumfang ab.
Wichtig ist deshalb weniger die Frage „Was kostet eine Website monatlich?“ als „Was soll monatlich für die Website gemacht werden?“. Nur online bleiben ist etwas anderes als jeden Monat neue Rankings, Inhalte und Anfragen aufzubauen.
Wie kann ich eine günstige Website erstellen lassen – ohne zweimal zu bezahlen?
Eine günstige Website ist nicht automatisch schlecht. Das möchte ich ausdrücklich sagen, weil Preisartikel schnell so klingen, als müsse jedes kleine Unternehmen sofort mehrere Tausend Euro investieren.
Wenn Sie gerade starten, nur ein klares Angebot haben und zuerst eine professionelle Basis brauchen, kann ein fokussierter Onepager die bessere Entscheidung sein als eine große Website mit zwölf halbleeren Unterseiten. Das eingesparte Budget kann später in gute Fotos, lokale Sichtbarkeit oder echte Kundenakquise fließen.
Problematisch wird „günstig“ erst dann, wenn wichtige Grundlagen fehlen: Sie besitzen Domain oder Website nicht selbst, die Seite funktioniert mobil schlecht, Änderungen sind kaum möglich, die Struktur blockiert später SEO oder jede kleine Anpassung erfordert einen kompletten Neuaufbau.
Mein Lieblingsprinzip ist deshalb: klein starten, aber nicht in einer Sackgasse starten. Eine einfache Website darf einfach sein. Sie sollte nur sauber gebaut sein.
Wann würde ich Ihnen sogar von einer Agentur abraten?
Dieser Abschnitt klingt für eine Agenturseite vielleicht etwas ungewöhnlich, aber er gehört für mich in einen ehrlichen Preisratgeber. Nicht jedes Website-Projekt braucht uns – und nicht jedes Projekt braucht überhaupt eine Agentur.
Wenn Sie eine private Hobbyseite möchten, nur Öffnungszeiten und Telefonnummer online stellen müssen, gern selbst mit einem Baukasten arbeiten und von der Website keine messbaren Geschäftsergebnisse erwarten, kann eine DIY-Lösung vollkommen ausreichend sein. Wann Baukasten, Freelancer oder Agentur die bessere Wahl ist, erkläre ich im Ratgeber „Webdesign-Agentur, Freelancer oder Baukasten?“. Es wäre unsinnig, Ihnen dann ein großes Agenturprojekt zu verkaufen.
Professionelles Webdesign wird interessanter, sobald die Website eine wirtschaftliche Aufgabe übernimmt: Anfragen generieren, lokale Sichtbarkeit aufbauen, komplexe Leistungen verständlich machen, Vertrauen vor dem ersten Gespräch schaffen, Produkte verkaufen oder interne Prozesse vereinfachen.
Dann bezahlen Sie nicht einfach für Pixel. Sie bezahlen dafür, dass Strategie, Inhalte, Nutzerführung und Technik zusammenarbeiten.
Was kostet es, eine Website programmieren zu lassen?
Auch hier hängt viel davon ab, was mit „programmieren“ gemeint ist. Bei den meisten KMU-Websites bauen wir nicht jedes Grundelement komplett neu von null. Wir nutzen etablierte Systeme wie WordPress oder Webflow und entwickeln darin das Design, die Struktur und die benötigten Funktionen. Das spart Zeit, macht Inhalte später pflegbar und hält das Budget vernünftig.
Individuelle Programmierung wird dort sinnvoll, wo Standardfunktionen nicht ausreichen: spezielle Rechner, Datenlogik, Schnittstellen, Portale oder automatisierte Abläufe. Sobald solche Anforderungen hinzukommen, sollte ein Angebot nicht mehr nur nach „Seiten“ kalkuliert werden, sondern nach Funktionen und Entwicklungsaufwand.
Deshalb gibt es bei uns für ein komplexeres Projekt auch keine magische Obergrenze von 2.500 Euro. Diese Zahl ist der Einstieg in eine Kategorie, in der der Scope wirklich individuell werden kann.
So kalkulieren wir ein Webdesign-Projekt bei E-WOLA
Ein gutes Angebot sollte für Sie nachvollziehbar sein. Unser Ziel ist nicht, nach einem kurzen Telefonat irgendeine Zahl aus dem Ärmel zu schütteln, sondern den Umfang so klar zu bekommen, dass beide Seiten wissen, was gebaut wird.
- Ziel klären: Soll die Website informieren, Anfragen generieren, lokal gefunden werden, Produkte verkaufen oder etwas anderes leisten?
- Inhalte und Seitenstruktur festlegen: Welche Leistungen, Zielgruppen und Themen brauchen eigene Bereiche oder Seiten?
- Content-Verantwortung definieren: Welche Texte, Fotos, Logos und Daten liegen vor – und was müssen wir erarbeiten?
- Funktionen bestimmen: Formulare, Rechner, Buchung, Shop, Upload, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen oder andere Sonderwünsche.
- SEO-Umfang abgrenzen: technische Grundoptimierung, zusätzliche Keyword-Landingpages oder laufende SEO-Arbeit?
- Zeit und Freigaben klären: Wer ist Ansprechpartner, wann wird Feedback gegeben und gibt es einen festen Launchtermin?
- Transparentes Angebot erstellen: Umfang, Preis und nächste Schritte so formulieren, dass Sie wissen, wofür Sie bezahlen.
Für einfache Business-Websites können wir dadurch sehr schnell einschätzen, ob ein Projekt eher bei 1.000, 1.500 oder 2.000 Euro liegt. Und wenn wir nach dem Gespräch merken, dass ein kleinerer Scope völlig ausreicht, sagen wir das ebenfalls.

Drei Budgetfehler, die wir in Erstgesprächen immer wieder sehen
„Wir brauchen erstmal nur die Homepage.“
Das ist einer meiner Favoriten. Fünf Minuten später gibt es plötzlich sechs Leistungen, drei Zielgruppen, einen Karrierebereich, Referenzen und am besten noch einen Blog. Das ist nicht schlimm – im Gegenteil, genau dafür ist ein Briefing da. Problematisch wird es nur, wenn ein Anbieter mit einem Mini-Scope kalkuliert und der echte Bedarf erst nach Projektstart auftaucht.
Das komplette Budget fließt in Technik – für Inhalte bleibt nichts übrig.
Eine technisch perfekte Website kann keine unklaren Texte retten. Wenn Besucher nach zehn Sekunden noch nicht verstehen, was Sie anbieten, hilft auch der sauberste Code wenig. Planen Sie deshalb Inhalte, echte Fotos und klare Botschaften nicht als Restposten.
Nur den Startpreis vergleichen.
Angebot A nennt vielleicht 900 Euro, enthält aber nur Aufbau und Standardtemplate. Angebot B nennt 1.400 Euro und umfasst individuelle Gestaltung, technische Optimierung, mobile QA, Formulare, Launch und Übergabe. Der niedrigere Preis ist nur dann wirklich günstiger, wenn Sie dieselbe Leistung vergleichen.
Meine Empfehlung nach 300+ Projekten: Kaufen Sie nicht möglichst viele Seiten
Wenn ich nach den Projekten der letzten Jahre eine Sache über Website-Budgets gelernt habe, dann diese: Die beste Website ist selten die mit den meisten Unterseiten oder den spektakulärsten Animationen. Sie ist die, die das nächste Geschäftsziel möglichst klar unterstützt.
Wenn ein starker Onepager für Ihr Unternehmen reicht, bauen wir lieber einen sehr guten Onepager als eine künstlich aufgeblähte Fünf-Seiten-Website. Wenn jede Ihrer Leistungen eine eigene Suchintention hat und für Google sowie Nutzer separat erklärt werden sollte, dann können mehrere Leistungsseiten genau richtig sein.
Und wenn ein Rechner, Upload oder anderes Tool Nutzern eine echte Entscheidung erleichtert, kann eine einzelne Funktion wertvoller sein als fünf zusätzliche Marketingabsätze.
Das Budget sollte also nicht beantworten: „Wie viel Website kann ich kaufen?“ Sondern: „Welche Website brauche ich, damit sie für mein Unternehmen tatsächlich arbeitet?“

