Kurz vorweg: Webdesign ist bei uns kein einzelner Arbeitsschritt. Je nach Projekt greifen Strategie, UX, Content, Design, Entwicklung, SEO und QA ineinander. Der Ablauf unten zeigt, wie eine typische, klar definierte Business-Website entstehen kann – nicht eine starre Schablone für jedes Projekt.
Ein Webdesigner sitzt nicht 14 Tage in Figma und verschiebt Buttons
Wenn ich jemandem erzähle, dass ich im Webdesign arbeite, entsteht schnell ein bestimmtes Bild: Ich sitze den ganzen Tag vor Figma, schiebe Buttons ein paar Pixel nach links, suche schöne Farben aus und irgendwann ist die Website fertig.
Design gehört natürlich dazu. Und ja, manchmal verschieben wir einen Button tatsächlich drei Pixel nach links. Nur eben nicht zwei Wochen lang.
Bei einem echten Kundenprojekt beginnt unsere Arbeit lange bevor wir die erste Farbe auswählen – und sie endet nicht in dem Moment, in dem die Startseite hübsch aussieht. Zwischen dem ersten Gespräch und dem Launch liegen Zielgruppenfragen, Seitenstruktur, Texte, Wireframes, UI-Entscheidungen, Entwicklung, mobile Tests, SEO-Grundlagen, Formulare, Performance, Feedbackschleifen und am Ende eine sehr praktische Frage: Kann der Kunde die Website morgen selbst sinnvoll nutzen und weiterführen?
Als Webdesign Agentur in Augsburg haben wir diesen Prozess inzwischen in sehr unterschiedlichen Projekten durchlaufen – vom kompakten Onepager bis zu Websites mit vielen Leistungs- und Referenzseiten. In diesem Ratgeber nehme ich Sie einmal hinter die Kulissen: Was macht ein Webdesigner tatsächlich, wer arbeitet wann mit und was passiert zwischen Erstgespräch und fertiger Website?
Die kurze Antwort: Was macht ein Webdesigner?
Ein professioneller Webdesigner übersetzt Geschäftsziele und Nutzerbedürfnisse in eine verständliche Website-Struktur und visuelle Nutzerführung. Dazu gehören je nach Projekt Recherche, Sitemap, Wireframes, UI-Design, responsive Planung, Content-Abstimmung, Conversion-Konzept und die Zusammenarbeit mit Entwicklung, SEO und QA.
In kleineren Projekten kann eine Person mehrere dieser Rollen übernehmen. Bei größeren Projekten arbeiten Designer, Entwickler, SEO-Spezialisten, Branding und QA sinnvollerweise zusammen.

Noch vor Tag 1: Was soll die Website überhaupt erreichen?
Bevor wir über WordPress, Webflow, Farben oder Animationen sprechen, möchte ich verstehen, warum die Website gebaut wird.
Soll sie lokale Anfragen erzeugen? Einen erklärungsbedürftigen Service verständlich machen? Produkte verkaufen? Bewerber überzeugen? Referenzen zeigen? Oder reicht zunächst eine kompakte digitale Präsenz, die seriös aussieht und Kontakt ermöglicht?
Diese Entscheidung klingt strategisch – und genau das ist sie. Wenn wir das Ziel nicht kennen, können wir eine schöne Website bauen, wissen aber nicht, ob sie die richtige ist.
Der gewünschte Umfang hängt dabei natürlich auch vom Budget ab. Unsere typischen Projektklassen und Kostentreiber erklären wir separat in „Webdesign-Kosten in Augsburg 2026“.
Phase 1: Erstgespräch & Briefing – bevor jemand gestaltet
Im Erstgespräch versuche ich nicht, möglichst schnell ein Design zu verkaufen. Ich versuche zu verstehen, was das Unternehmen tatsächlich braucht.
Typische Fragen sind zum Beispiel:
- Was verkauft oder leistet das Unternehmen konkret?
- Wer sind die wichtigsten Zielgruppen?
- Welche Leistungen oder Produkte sind wirtschaftlich besonders relevant?
- Woher kommen heute Anfragen oder Verkäufe?
- Welche Region soll die Website abdecken?
- Was funktioniert an der bestehenden Website nicht?
- Welche Inhalte, Fotos oder Referenzen sind bereits vorhanden?
- Welche Funktionen werden benötigt?
- Wer entscheidet intern über Inhalte und Freigaben?
- Gibt es einen festen Launchtermin oder technische Abhängigkeiten?
Mein Ziel ist, nach diesem Gespräch nicht nur zu wissen, wie viele Seiten ungefähr gebraucht werden. Ich möchte verstehen, welches Problem die Website lösen soll.
Auch die Technologie kommt erst danach. Wenn Sie sich fragen, wann wir WordPress oder Webflow einsetzen würden: Die Antwort hängt vom Geschäftsmodell, den Inhalten, Funktionen und der späteren Pflege ab – nicht davon, welche Plattform gerade populärer klingt.
Wolfis Praxis-Tipp: Wenn ein Webdesigner nach zehn Minuten über Farben spricht, aber noch nicht gefragt hat, wer Ihre Kunden sind oder was die Website erreichen soll, würde ich nachhaken.
Phase 2: Aus dem Unternehmen wird eine Seitenstruktur
Nach dem Briefing entsteht aus dem Unternehmen eine Informationsarchitektur. Genau hier beginnt für mich ein großer Teil von gutem Webdesign.
Unternehmen denken verständlicherweise oft in ihrer internen Struktur: Abteilung A, Produktgruppe B, Unternehmensgeschichte, Technik, Service. Nutzer denken anders. Sie kommen mit Fragen: Könnt ihr mein Problem lösen? Was kostet es? Habt ihr das schon einmal gemacht? Wie läuft es ab? Wie erreiche ich euch?
Eine gute Sitemap versucht, diese beiden Welten zusammenzubringen.
Beispiel: Warum ImmoAgrar mehr brauchte als eine lange Startseite
Beim ImmoAgrar Website-Projekt hätten wir theoretisch alle Flächenarten, Leistungen und Anfragewege auf eine einzige lange Seite packen können. Das wäre zunächst schneller gewesen – aber keine gute Struktur für drei Besuchergruppen mit völlig unterschiedlichen Fragen.
ImmoAgrar ist eine auf Agrarimmobilien spezialisierte Maklerplattform aus Bayern. Auf der Website treffen Eigentümer, die eine Fläche verkaufen möchten, Erben, die vor einer Nachlassentscheidung stehen, und Käufer, die gezielt Ackerland, Wald oder Grünland suchen, aufeinander. Dazu kommen sechs Flächentypen – von Ackerland bis zu Reitanlagen und Hofstellen – mit jeweils eigenen Bewertungskriterien.
Aus dem Briefing wurde deshalb keine Liste von Menüpunkten, sondern ein System: eigene Seiten für jeden Flächentyp, eine kostenlose Flächenbewertung für Eigentümer, ein digitaler Nachlass-Planer für Erbfälle, ein Käufer-Radar mit Suchprofil und ein transparenter Drei-Schritte-Ablauf bis zur persönlichen Rückmeldung.

Phase 3: Wireframes – die Website ohne Make-up
Bevor eine Seite visuell final wird, möchte ich wissen, ob sie ohne Farben, Fotos und Effekte funktioniert. Genau dafür sind Wireframes hilfreich.
Ein Wireframe ist vereinfacht die strukturelle Skizze einer Seite. Wo steht die Kernaussage? Welche Information kommt danach? Wo braucht der Nutzer einen Beweis? Wann ist ein CTA sinnvoll? Welche Inhalte gehören zusammen?
Für mich ist das der Moment, in dem man Probleme günstig lösen kann. Wenn eine Seite im Wireframe unlogisch ist, wird sie durch eine schönere Schrift nicht plötzlich logisch.

Phase 4: Texte – oft unterschätzt, fast nie nebensächlich
Eine Website kann visuell hervorragend aufgebaut sein und trotzdem schwach funktionieren, wenn die Texte nichts erklären.
Deshalb müssen Design und Content zusammen entstehen. Wir brauchen klare Überschriften, eine nachvollziehbare Reihenfolge, echte Nutzenargumente, Vertrauenssignale und einen passenden nächsten Schritt. Auch SEO beginnt hier bereits: Welche Frage beantwortet diese Seite? Welche Leistung verdient einen eigenen Bereich? Welche Begriffe nutzt die Zielgruppe tatsächlich?
Manche Kunden liefern fertige Texte. Bei anderen strukturieren wir vorhandenes Material neu, geben klare Content-Vorgaben oder unterstützen bei der Ausarbeitung. Wichtig ist, dass die Verantwortlichkeit vor Projektstart geklärt ist.
Beispiel: V & G Automobile – wenig Seiten heißt nicht wenig Denken
Bei V & G Automobile brauchten wir keinen großen Seitenbaum. Die Website für den Fahrzeugvermittler aus Friedberg bei Augsburg ist als One-Page-Website mit Ankernavigation aufgebaut. Trotzdem musste die Reihenfolge sehr bewusst sein: Viele Autokäufe beginnen hier ohne Besichtigung vor Ort. Deshalb führen neun klar nummerierte Abschnitte vom Versprechen über Fahrzeug-Showcase und Leistungen bis zu einem transparenten Kaufprozess in vier Schritten, einem FAQ-Bereich und dem Anfrageformular. Selbst das Formular gehört zur Dramaturgie: Sieben Anfrage-Kategorien sorgen dafür, dass schon das erste Gespräch konkret ist.
Ein Onepager ist also nicht einfach eine lange Seite. Wenn er gut funktioniert, führt er den Nutzer Schritt für Schritt durch eine Entscheidung.
Welche Qualitätsmerkmale wir vor einem Launch generell prüfen, haben wir in der 18-Punkte-Checkliste für professionelle Websites ausführlicher dokumentiert.
Phase 5: Jetzt kommt tatsächlich das Design
Erst wenn Struktur und Botschaft stehen, wird das visuelle System wirklich interessant. Jetzt geht es um Typografie, Farben, Bildsprache, Abstände, Komponenten, visuelle Hierarchie und die Frage, wie sich die Marke auf der Website anfühlen soll.
Bei uns arbeitet in dieser Phase beispielsweise Lucky als Creative Head & UI Designer eng mit Entwicklung und Projektführung zusammen. Wenn Branding oder Logo ebenfalls Teil des Projekts sind, kommt Chris mit seiner Branding-Perspektive dazu.
Gutes UI-Design ist für mich nicht Dekoration nach Abschluss der Strategie. Es macht die Strategie sichtbar. Der wichtigste Inhalt sollte wichtiger aussehen. Sekundäre Informationen sollten sich zurücknehmen. Ein CTA sollte erkennbar sein, ohne die Seite anzuschreien.
Was muss ein Webdesigner können?
Aus Kundensicht sollte ein professioneller Webdesigner mehr verstehen als Farben und Layout. Er oder sie sollte genug von UX, responsivem Verhalten, Typografie, Content-Hierarchie, Conversion, Accessibility und technischen Grenzen verstehen, um Entscheidungen sinnvoll treffen und mit anderen Spezialisten zusammenarbeiten zu können.
Trotzdem halte ich wenig von der Idee, dass eine Person gleichzeitig der beste UI-Designer, Entwickler, SEO, Texter, Fotograf, Serveradministrator und Datenschutzexperte sein muss.
Professionalität bedeutet nicht, so zu tun, als könne man alles. Professionalität bedeutet zu wissen, wann welcher Spezialist gebraucht wird.
Phase 6: Aus Design wird eine echte Website
Spätestens hier sieht man den Unterschied zwischen einer Design-Datei und einer Website. Ein Screenshot kann keine Formulare senden, keine Inhalte verwalten, keine Daten laden und nicht auf unterschiedlichen Geräten reagieren.
In der Entwicklung bauen wir Komponenten, setzen responsive Regeln um, richten CMS-Strukturen ein, verbinden Formulare, integrieren Animationen und Funktionen und sorgen dafür, dass Inhalte später sinnvoll gepflegt werden können.
Was ist der Unterschied zwischen Webdesigner und Webentwickler?
Ein Webdesigner konzentriert sich stärker auf Nutzerführung, visuelle Hierarchie, Layout und Interaktion. Ein Webentwickler setzt die Website technisch um und kümmert sich um Funktionalität, CMS-Strukturen, Integrationen und Code. In der Praxis überlappen die Rollen häufig.
In kleineren Projekten kann eine Person beide Bereiche abdecken. Bei umfangreicheren Projekten ist es oft sinnvoller, wenn Design und Entwicklung eng zusammenarbeiten, aber nicht zwangsläufig von derselben Person erledigt werden.
ImmoAgrar: Der Unterschied zwischen einem Mockup und einem System
Bei ImmoAgrar sieht man das sehr deutlich. Ein Mockup mit einem Bewertungsformular und ein paar Flächenfotos wäre schnell erstellt. Die echte Website muss aber eine mehrstufige Flächenbewertung abbilden, Suchprofile im Käufer-Radar aufnehmen und mit passenden Flächen abgleichen und Objekte zusätzlich mit Ebay, ImmoScout und Immowelt synchronisieren.
Genau an solchen Stellen wird Webentwicklung unsichtbar wichtig. Die Website soll sich für den Besucher einfach anfühlen, obwohl im Hintergrund deutlich mehr Struktur steckt.
CARE FOR YOU: Wenn Design zu Funktion wird
Beim Projekt CARE FOR YOU sollte ein Pflegekosten-Rechner Angehörigen eine erste Orientierung geben. Im Design sind es drei Auswahlen – Pflegegrad, Pflegeform und Zusatzleistungen – und ein Ergebnisbereich mit dem monatlichen Kassenzuschuss. In der Umsetzung braucht es zusätzlich die hinterlegten SGB-XI-Sätze 2026, Rechenlogik, Zustände, mobile Bedienung und Tests – damit die Kostenschätzung in rund 30 Sekunden steht und trotzdem nachvollziehbar aufgeschlüsselt ist.
Das ist für mich ein gutes Beispiel dafür, warum Webdesign heute häufig Design und Entwicklung verbinden muss: Die visuelle Oberfläche ist nur der sichtbare Teil der Funktion.

Phase 7: SEO beginnt nicht am Tag nach dem Launch
SEO lässt sich nicht sinnvoll als letzter Punkt auf eine fertige Website kleben. Viele wichtige Entscheidungen passieren schon viel früher: Seitenstruktur, URLs, Inhalte, Überschriften, interne Links und die Frage, welche Themen überhaupt eigene Seiten brauchen.
Wenn die Informationsarchitektur falsch ist, kann Tim aus unserem SEO-Team am letzten Tag auch keinen magischen SEO-Schalter umlegen.
Während des Projekts schauen wir deshalb unter anderem auf Suchintentionen, technische Indexierbarkeit, Meta-Daten, interne Verlinkung, Bildoptimierung und die Verbindung zwischen Content und Conversion.
Dasselbe gilt inzwischen für AEO oder GEO: Für generative Suchsysteme braucht eine Website keine geheime Zusatzschicht. Klare, crawlbare Inhalte, echte Expertise, nachvollziehbare Struktur und gute technische Grundlagen sind weiterhin die Basis.
Wie man erkennt, ob eine fertige Website diese Grundlagen sauber abbildet, zeigt auch unser Ratgeber „Webdesign-Referenzen richtig beurteilen“.
Und was macht Tim dabei?
Tim ist bei uns für SEO und Marketing zuständig. Je nach Projekt schaut er auf Suchintentionen, Keyword-Möglichkeiten, Seitenstruktur, Meta-Daten, interne Links und lokale Relevanz.
Das heißt nicht, dass jedes Website-Projekt sofort eine große SEO-Kampagne braucht. Aber die neue Seite sollte so gebaut sein, dass sie später nicht gegen ihre eigene technische oder inhaltliche Struktur arbeiten muss.
Phase 8: Responsive – jetzt wird das Design unbequem
Auf dem großen Bildschirm sieht zu diesem Zeitpunkt meistens alles sehr überzeugend aus. Dann kommt der Teil, bei dem wir anfangen, das Layout absichtlich auf kleinere Geräte zu quetschen.
Responsive Design bedeutet nicht nur, dass nichts über den Rand läuft. Navigation, Reihenfolge, Bildausschnitte, Abstände, Textlängen, Buttons und Formulare müssen auf Mobilgeräten bewusst funktionieren.
Hier wird aus einer schönen Desktop-Komposition echte Nutzererfahrung.
Phase 9: QA – und dann kommt Flo und versucht, alles kaputtzumachen
Kurz vor dem Launch übernimmt Flo aus QA und Wartung einen Teil der Perspektive, die im Projekt besonders wichtig ist: nicht mehr fragen, ob etwas schön aussieht, sondern ob es unter realen Bedingungen funktioniert.
Formulare werden mit falschen Eingaben getestet. Buttons und Links werden geklickt. Mobile Ansichten werden geprüft. Consent, Indexierung, Performance, Uploads und Sonderfunktionen werden kontrolliert.
Dieser Teil ist selten derjenige, den man später in einem Portfolio-Screenshot sieht. Wenn er fehlt, merkt man es allerdings schnell.
Flos vollständige Sicht darauf finden Sie in unserer 18-Punkte-Checkliste für professionelle Websites.
Phase 10: Feedback – und warum „nur noch kurz“ manchmal nicht kurz ist
Irgendwann kommt die Feedbackrunde. Und mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit fällt mindestens einmal der Satz: „Könnt ihr nur noch kurz …?“
Manchmal ist „kurz“ tatsächlich kurz: eine Überschrift ändern, ein Foto ersetzen, einen Abstand anpassen. Manchmal endet der Satz mit „… noch ein Buchungssystem einbauen“ – und dann sprechen wir über neuen Scope.
Deshalb ist es professionell, Revisionen und Zusatzwünsche vorher klar zu regeln. Feedback gehört zum Projekt. Neue Funktionen ebenfalls – aber nicht automatisch zum ursprünglichen Aufwand.
Wenn Sie verschiedene Anbieter vergleichen, sollten genau solche Punkte bereits vor der Beauftragung geklärt werden. Dazu haben wir in „Webdesigner in Augsburg finden: 12 Kriterien“ eine eigene Checkliste erstellt.
Phase 11: Launch ist mehr als auf „Publish“ zu klicken
Der schönste Launch ist der, von dem technisch niemand etwas merkt.
Je nach Projekt kümmern wir uns um Domain und DNS, HTTPS, Weiterleitungen, Sitemap, Search Console, Analytics, Consent, Canonicals, Caches, Backups und einen finalen Formulartest. Bei einem Relaunch müssen alte URLs besonders sauber behandelt werden, damit vorhandene Signale und Nutzer nicht ins Leere laufen.
An diesem Punkt wird auch geprüft, ob noch Staging-Blockierungen, Platzhalter oder Testdaten übrig geblieben sind. Ein fertiger Entwurf ist eben noch kein sauberer Launch.
Phase 12: Übergabe – die Website muss auch ohne uns funktionieren
Für mich ist ein Projekt nicht sauber abgeschlossen, wenn der Kunde uns für jeden neuen Satz anrufen muss.
Zur Übergabe gehören je nach Projekt CMS-Zugänge, eine Einweisung in die wichtigsten Inhalte, Klarheit über Domain und Hosting, relevante Analyse-Tools und die Frage, wer sich künftig um Updates oder Wartung kümmert.
Manche Kunden möchten nach dem Launch möglichst viel selbst übernehmen. Andere wollen laufende Betreuung. Beides ist in Ordnung – solange das Betriebsmodell klar ist.
Sind wirklich alle Websites in 14 Tagen fertig?
Nein. Unsere 14 Tage sind kein universelles Naturgesetz.
Bei einer klar definierten Business-Website mit vorbereitetem Content, schnellen Freigaben und überschaubarem Funktionsumfang ist ein kompakter Ablauf möglich. Ein umfangreicher Onlineshop, komplexe Schnittstellen, viele Sprachen, große Content-Migrationen oder mehrere interne Freigabestufen brauchen entsprechend mehr Zeit.
Der größte Zeitfresser ist übrigens nicht immer die Entwicklung. Sehr häufig wartet ein Projekt auf Inhalte, Fotos oder Entscheidungen.
Wichtig zur Timeline: Der folgende 14-Tage-Ablauf ist ein Beispiel für eine einfache, klar definierte Business-Website. Er ist kein Versprechen, dass jedes denkbare Webprojekt denselben Umfang in derselben Zeit durchläuft.
So kann ein typisches 14-Tage-Projekt bei uns aussehen
| Zeitraum | Schwerpunkt | Was passiert |
|---|---|---|
| Tag 1 | Briefing | Ziele, Zielgruppe, Leistungen, Scope, Technik, Verantwortlichkeiten |
| Tag 2 | Sitemap | Seitenstruktur, Nutzerfragen, Content-Prioritäten |
| Tag 3 | Wireframes | Hierarchie, Sektionen, CTA-Wege |
| Tag 4–5 | Content & UI | Texte abstimmen, visuelle Richtung, Komponenten |
| Tag 6–9 | Development | CMS, Responsive, Formulare, Funktionen, Integrationen |
| Tag 8–10 | SEO parallel | Struktur, Meta-Daten, interne Links, Indexierungsgrundlagen |
| Tag 10–11 | Mobile & QA | Geräte, Formulare, Performance, Funktionen |
| Tag 12–13 | Feedback | Korrekturen, Content-Finalisierung, Launch-Vorbereitung |
| Tag 14 | Launch & Handover | Live-Schaltung, finaler Check, Zugänge, Einweisung |

Ein Webdesigner macht heute selten alles allein
Je komplexer ein Projekt wird, desto wichtiger wird Zusammenarbeit. Bei E-WOLA verteilen sich Aufgaben deshalb auf unterschiedliche Schwerpunkte.
| Rolle | Schwerpunkt im Projekt |
|---|---|
| Wolfi | Strategie, technische Architektur, Entwicklung und Projektperspektive |
| Lucky | UI Design, visuelle Hierarchie und Nutzererfahrung |
| Tim | SEO, Suchintentionen, Content- und Marketing-Perspektive |
| Flo | QA, mobile Tests, Wartung und technische Robustheit |
| Chris | Logo, Branding und visuelle Identität, wenn Teil des Scopes |
Genau diese Teamfrage ist auch ein Grund, warum wir den Unterschied zwischen Agentur, Freelancer und Website-Baukasten separat behandelt haben. Ein gutes Freelancer-Projekt kann hervorragend sein; eine Agentur wird vor allem dann interessant, wenn mehrere Disziplinen gleichzeitig gebraucht werden.

Drei Projekte – drei völlig unterschiedliche Webdesign-Aufgaben
V & G Automobile, ImmoAgrar und CARE FOR YOU sind alle Webdesign-Projekte. Die eigentliche Arbeit dahinter ist aber sehr unterschiedlich.
| Projekt | Die eigentliche Aufgabe | Wichtige Webdesign-Arbeit |
|---|---|---|
| V & G Automobile | Autokauf ohne Besichtigung vor Ort vertrauenswürdig machen | Onepage-Flow, 9 Abschnitte, Kaufprozess in 4 Schritten, FAQ, vorqualifizierendes Formular |
| ImmoAgrar | Eigentümer, Erben und Käufer mit unterschiedlichen Fragen sauber führen | Sitemap, 6 Flächentyp-Seiten, Flächenbewertung, Nachlass-Planer, Käufer-Radar |
| CARE FOR YOU | Pflegekosten und Zuständigkeit über vier Standorte klären | Pflegekosten-Rechner, Leistungs-Konfigurator, PLZ-Standort-Finder |
Wenn Sie solche Projekte selbst vergleichen möchten, zeigt unser Ratgeber „Webdesign-Referenzen richtig beurteilen“, worauf Sie jenseits schöner Portfolio-Screenshots achten sollten.
Was der Kunde während eines Website-Projekts meistens NICHT sieht
Ein großer Teil guter Webarbeit fällt erst auf, wenn er nicht gemacht wurde.
Im fertigen Design sieht man zum Beispiel nicht unbedingt, dass Bilder komprimiert wurden, Weiterleitungen geplant sind, Formulare validiert werden, responsive Breakpoints sauber gesetzt sind oder vor dem Launch ein Backup erstellt wurde.
- Bildkompression und passende Dateiformate
- Redirects bei Relaunches
- Formularvalidierung und Spam-Schutz
- CMS-Strukturen und Rollenrechte
- Responsive Breakpoints
- Meta-Daten und Canonicals
- strukturierte Daten, wenn sinnvoll
- Cookie-/Consent-Konfiguration
- DNS und HTTPS
- Browser- und Gerätetests
- Backups und Update-Plan
- Analytics/Search Console, sofern Teil des Projekts

Kurz erklärt: Homepage oder Website – ist das dasselbe?
Homepage vs. Website: Im Alltag werden beide Begriffe oft synonym verwendet. Technisch bezeichnet die Homepage meist die Startseite, während die Website den gesamten Webauftritt inklusive aller Unterseiten, Funktionen und Inhalte meint.
Was ein Webdesigner nicht automatisch übernimmt
Auch das gehört zu einem professionellen Projekt: Grenzen klar benennen.
Nicht jeder Webdesigner ist automatisch Rechtsanwalt, Fotograf, SEO-Stratege, Copywriter, Markenberater, Serveradministrator und Performance-Spezialist. Manche Agenturen decken mehrere Bereiche intern ab, andere arbeiten mit Partnern oder grenzen Leistungen klar aus.
Ich würde deshalb immer darauf achten, was im Angebot tatsächlich enthalten ist und wer für zusätzliche Bereiche verantwortlich ist.
Wenn Sie noch vor der Beauftragung stehen, hilft Ihnen dafür unsere Checkliste „Webdesigner in Augsburg finden“.
Mein Fazit: Webdesign ist die Arbeit zwischen Geschäftsproblem und funktionierender Website
Wenn Sie nur die fertige Website sehen, wirkt ein Webdesign-Projekt oft erstaunlich simpel. Ein paar Seiten, Bilder, Texte und Buttons.
Die eigentliche Arbeit steckt aber in den Entscheidungen dazwischen: Welche Information braucht eine eigene Seite? Welche kann weg? Was muss zuerst erklärt werden? Welche Funktion hilft wirklich? Wie lässt sich das später pflegen? Was passiert auf dem Smartphone? Kann Google die Seite verstehen? Funktioniert das Formular tatsächlich?
Genau deshalb besteht professionelles Webdesign nicht aus möglichst vielen Effekten. Es besteht aus einer Reihe guter Entscheidungen, die am Ende möglichst einfach wirken sollen.

